Sicherheit im Internet: Welche Kriterien sind wichtig?

Internet Sicherheit
Quelle: https://unsplash.com/photos/ZNOxwCEj5mw

In unserer schnelllebigen, voll digitalisierten Zeit spielt sich fast alles im Internet ab. Beginnend bei der Jobsuche über Insidertipps zu Restaurants im Urlaubsland bis hin zum Online-Shopping von Lebensmitteln oder dem Abendmenü; alles wird online abgewickelt. Das Internet birgt jedoch nicht nur Vorzüge und Bequemlichkeiten, sondern auch potenzielle Risiken. Wer beispielsweise in einem Casino auf dem Onlinewege zockt, muss sich vorher Gedanken über das Impressum und die Lizenz des Casinos machen. In einem statischen Casino hat man diese Probleme nicht. Was ist jedoch bei der Sicherheit im Netz zu beachten? Unser Artikel gibt Aufschluss über die 9 wichtigsten Kriterien, auf die Internetnutzer achten müssen. Dabei werden Begriffe wie „Cookies“, „2-Faktor-Authentifizierung“ und „Datenschutz“ fallen. Viel Vergnügen beim Lesen und allezeit geschützt und sicher durch das World Wide Web!

Tipp Nr. 1: Virenschutz aktuell halten und Updates regelmäßig installieren

Die Basics, die jeder Internetuser kennen sollte, sind ein funktioneller Virenschutz und aktuelle Updates. Dies gilt für alle Endgeräte, ob PC, Laptop oder iPad. Auch Smartphones müssen regelmäßigen Virenscans unterzogen werden. Wenn der Virenschutz installiert ist, muss er selbstverständlich auf dem neuesten Stand sein und Updates unterzogen werden. Für gelegentliche Besuche im Internet reicht normalerweise eine Antivirus-Software aus, die kostenlos ist. Für einen umfassenden Schutz muss man etwas tiefer in die Tasche greifen.

Tipp Nr. 2: Den Schutz einer Firewall nicht unterschätzen

Wer gerne surft oder einfach nur die Nachrichten online liest, benötigt in jedem Falle eine funktionierende und aktivierte Firewall. Wir empfehlen, alle eingehenden Verbindungen nicht anzunehmen. Auf einem konventionellen Computer laufen keine Dienste, die vom Internet auch erreichbar sein müssen.

Tipp Nr. 3: Betriebssystem, Programme und Software aktuell halten

Jede Software enthält Schwachstellen, Fehler und Lecks. Das Betriebssystem ist ebenso nicht perfekt konzipiert und dasselbe gilt für alle Applikationen am Desktop und am Smartphone. Angesichts dessen ist es fundamental, etwaige Schwachstellen, die die Hersteller durch Updates beheben lassen möchten, auch durchzuführen. Patches sind Softwarereparaturen, die gefährliche Lecks in den Systemen beheben. Falls man mit den vielen Aktualisierungen dezent überfordert ist, hat die Möglichkeit, auf „Software Updater“ zuzugreifen und diese über die Systeme laufen zu lassen. Zudem empfiehlt es sich, nur ein vertrauenswürdiges und etabliertes FTP-Programm zu nutzen.

Tipp Nr. 4: Sichere und starke Passwörter verwenden

Fast alle User im Internet begehen denselben Fehler:

  1. Passwort: der Name der Ehefrau
  2. Passwort: der Name der Katze/ vom Hund/vom Kanarienvogel
  3. Passwort: Passwort
  4. Passwort: 12345
  5. Passwort: cool1

Wenn man noch dazu mit der Ehefrau in Social Medias wie Facebook oder Instagram verlinkt ist, die eigenen Tiere namentlich und bildlich postet oder überall, für jeden Account dasselbe Passwort nutzt, liefert man sich Hackern förmlich zum Nulltarif aus und wird zum begehrten Einfallstor für Internetkriminelle. Dass man dann zur Zielscheibe von Crackern wird, darf einen schlichtweg nicht wundern.

Spezielle Cracking-Software ist in der Lage, einfach gestaltete Passwörter in weniger als einer  Minute zu entschlüsseln. Hat der Internetkriminelle erst mal Zugang zu Accounts, kann er die Informationen zu seinem eigenen Nutzen zweckentfremden, den User erpressen oder ausspionieren. Passwörter sollte man in aller Regel alle 2 bis 3 Monate wechseln und eine Kombination zwischen Zahlen, Buchstaben, Sonderzeichen und Groß- und Kleinschreibung verwenden. Ein sicheres Passwort besteht aus unsinnigen Anordnungen der genannten Komponente. Im Idealfall ist das Passwort 13 Charaktere lang.

Tipp Nr. 5: Den Browser einem TÜV unterziehen

Der Internetbrowser (Google Chrome, Mozilla Firefox oder Microsoft Edge) ist das meistgenutzte Programm neben Google. Aus diesem Grunde sollte der Browser immer auf dem aktuellen Stand sein. Im Konkreten heißt dies, die folgenden Punkte zu berücksichtigen:

Inhalte abschalten/ aktive Codes ausführen

Als Beispiel für einen aktiven Inhalt möchten wir Java nennen. Applets, Flash und Co. sind weitere aktive Inhalte. Man kann die entsprechenden Einstellungen für alle Webseiten im Menüpunkt „Allgemeine Einstellungen“ durchführen.

Identifizierung unterbinden

Browser auf dem neuesten Technikstand signalisieren Websites, weniger Aufzeichnungen über Webseitenbesuche zu machen. Man nennt dies auch „do-not-Track“. Falls der eigene Browser diese Trackingfunktion nicht unterstützen sollte, übernimmt diese Aufgabe die Erweiterung „Add-Ons“.

Cookies immer deaktivieren

Websites sollten niemals Besucher identifizieren können, außer, es wird deutlich und klar gewünscht. Die Cookies haben die Aufgabe, Besucher zu identifizieren. Man kann die Cookies für jede Website deaktivieren. Es gibt spezielle Erweiterungen für Browser, die Cookies nicht zulassen und davon sollte man Gebrauch machen.

Tipp 6: Der sichere Umgang mit E-Mails

Da fast alle E-Mail-Provider Sicherheitslecks aufweisen und das speziell an der Masse an Phishing-Mails hervorgeht, sollte man folgende 3 Tipps beim Umgang mit der elektronischen Post berücksichtigen:

  1. Keine unbekannten E-Mail-Anhänge öffnen: Hinter jedem unbekannten Dokument, welches Video- oder Fotocontent enthält, kann sich eine Spionagesoftware oder ein Virus verstecken, den man beim Öffnen auf den Rechner laden könnte.
  2. Unerwünschte Spams nicht beantworten: Wer eine unerwünschte Spam-E-Mail beantwortet oder sich aus dem Verteiler austrägt, bestätigt dem Absender offiziell, dass die Adresse gültig ist. Dies hat noch mehr Spam zur Folge.
  3. Spam ist unseriös: Produkte von Spam-E-Mails sind zur Abzocke konzipiert. Wer also ein Produkt kauft, erhält im besten Fall ein minderwertiges Produkt und im schlimmsten Fall hat er bezahlt und erhält keine Ware.

Tipp Nr. 7: Mit Vorsicht ans Online-Banking schreiten

Keine namhafte, seriöse Bank fordert ihre Kunden dazu auf, persönliche Informationen via E-Mail zu liefern. Wer eine vermeintlich verdächtige E-Mail der Hausbank erhält, sollte einen Anruf bei seinem Kundenbetreuer tätigen und Nachforschungen anstellen. Falls die Website der Bank leicht abgeändert aussieht als gewöhnlich, sollte man alarmiert sein. Eine Überprüfung der URL ist in diesem Sinne sinnvoll. Es könnte sein, dass der User auf einer Phishing-Seite gestrandet ist.

Tipp Nr. 8: Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen

Viele große Giganten wie Google, PayPal oder aber auch Facebook ermöglichen die Anmeldung in zwei Sicherheitsstufen, bzw. mit zwei Sicherheitsmerkmalen. Dies kann eine Kombination aus Passwort, Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder dem Zusenden eines Codes auf das Smartphone sein. Die Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung ist relativ einfach.

Tipp Nr. 9: SSL-Verschlüsselung und Datenschutz

Speziell sichere Seiten verwenden eine SSL-Verschlüsselung zur Sicherheit der eigenen Daten der Nutzer. Eine sichere Website, die über ein SSL-Zertifikat verfügt, erkennt man an der Browseradresse https:// und ein Schloss vor der Adresszeile sagt aus, dass es sich um eine sichere Verbindung handelt. Im Disclaimer der Website muss zudem geregelt sein, wie die Webseitenbetreiber mit den Daten der User umgehen (Datenschutz). Üblicherweise benötigt jede Website einen Datenschutzbeauftragten.